Beratung

Energetische Beratung

Energetische Beratung beginnt bei uns beim individuell gewünschten Raumklima, das von der geplanten Nutzung abhängt (beispielsweise Wohnungen, Büros oder andere gewerbliche Objekte, Kindergärten, Hotels, Wellness-Objekte u.v.m.).

Ausgehend von den Nutzungsbedingungen, der Raumgeometrie, den Fensterflächen, dem Gebäude insgesamt (Altbau, Neubau, Bauweise und Zustand), der geplanten und der für das Objekt sinnvollsten Wärmeerzeugung, werden die Heizflächen vorgeschlagen, die unter den jeweiligen Bedingungen optimal gesunde Behaglichkeit bei geringst möglichem Energieverbrauch garantieren.

Wärmedämmung feuchter Wände nach Cammerer

Wussten Sie, dass allein mit den richtigen Heizflächen bei erhöhter Behaglichkeit gegenüber konventionellen Heizkörpern bis zu 30% Heizenergie eingespart werden kann?

In einem älteren Wohngebäude mit dicken Mauern wird dies besonders deutlich: Mit einer gut dimensionierten Systemwandheizung an den Außenwänden, wird die Oberfläche der Außenwand-Innenseite bei kalten Außentemperaturen von 14..17 °C auf 25..28 °C durch Wandheizung erwärmt. Dadurch wird der Taupunkt nach außen verlagert und die Wand wird deutlich trockener. Wie jeder von seiner Kleidung weiß, dämmen auch alle offenporigen Baustoffe wesentlich besser, wenn sie trockener sind.

Das Cammerer-Diagramm zeigt die Abhängigkeit der Dämmwirkung eines offenporigen Baustoffs (Ziegel, Putz, Ytong, Kalkfuge) von der Feuchtigkeit. Die Dämmwirkung verdoppelt sich z.B., wenn die Feuchtigkeit von 4 Vol% auf 1 Vol% sinkt. Lt. Ziegelforum München nimmt eine normale, verputzte Ziegelwand unbeheizt im Jahresmittel 2 bis 6 Vol% Feuchtigkeit auf.

Der Energieeinspareffekt

Mit Wandheizungen wird es bereits bei 18...19 °C Raumlufttemperatur behaglicher, als bei 22...24 °C mit unbeheizten Wänden. Da bei Wärmestrahlung der Wärmeübergang und damit das Wärmeempfinden wesentlich intensiver als bei konvektivem Wärmeübergang ist, fühlt man sich schon bei deutlich geringeren Lufttemperaturen wohler. Pro Kelvin (Grad) Raumlufttemperaturabsenkung beträgt die Absenkung des Heizenergieverbrauchs je nach Bauweise 4...7%. So sind bis zu 30% weniger Energieverbrauch durch Wandheizungen physikalisch erklärbar.

Gesundheitlicher Aspekt

Mediziner unter den Baubiologen, insbesondere der österreichische Arzt Dr.med. Ledwina, haben in langen Studien herausgefunden, dass mehr als 2/3 der thermischen Regulierung der Körpertemperatur über Strahlung erfolgt. Deshalb ist es wichtig, dass die Strahlungsverhältnisse optimal dem Menschen angepasst sind. Kühlere Atemluft ist gesünder, da mit der ausgeatmeten Luft (37°C) mehr Wärme abgegeben wird. Es atmet sich viel leichter in frischer Luft als in warmer Luft!

Deshalb empfehlen Baubiologen Wandheizungen! Das Raumklima ist sehr gesund, die leicht erwärmten Wandoberflächen sind trocken, die Wände dämmen besser und bleiben garantiert schimmelfrei!
Natürlich beraten wir als Baubiologen auch beim Hausbau benötigen Bau- und Dämmstoffen und weiteren Fragen unter Beachtung der Grundsätze der Baubiologie.

Im realen Leben müssen immer wieder Kompromisse gemacht werden, da die Kosten und viele objekt-konkreten Randbedingungen beachtet werden müssen. Wir helfen Ihnen, dass Sie im Sinne Ihrer Gesundheit und der Umwelt die richtigen Entscheidungen treffen!


Thermografie

Mit Infrarotaufnahmen (Thermografien oder IR-Aufnahmen) von Gebäuden und Gebäudeteilen lassen sich die Oberflächentemperaturen messen, welche durch Farbunterschiede in der Thermografie sichtbar werden (s. Bild unten). Die Oberflächentemperaturen lassen bei Beachtung der spezifischen Randbedingungen Rückschlüsse auf die energetische Qualität des Gebäudes zu. Sie sind sehr gut geeignet, energetische Schwachstellen der Gebäudehülle zu erkennen.

Mit Hilfe von Infrarotaufnahmen kann die Notwendigkeit sinnvoller und wirtschaftlicher Sanierungen wie Dämmung, Abdichtung, Fenstertausch fachlich besser abgeschätzt werden.

Die Qualität erfolgter Sanierungen lässt sich thermografisch sehr gut überprüfen. Eventuelle Mängel sind thermografisch gut nachweisbar.

Gebäudethermografieaufnahmen erfordern einen Temperaturunterschied von innen (Raumtemperatur) zu außen von mindestens 15 °K. Bei Raumtemperatur 20 °C sollte die Außentemperatur mehrere Tage nicht über 5 °C liegen. Bei Nebel, Regen, Schnee, Sonnenschein sind verwertbare IR-Außenaufnahmen unmöglich.

Deshalb sollten Thermografieaufnahmen in den frühen Morgenstunden (06.00 Uhr bis etwa 08:00 Uhr) durchgeführt werden. Außenaufnahmen allein ermöglichen häufig keine eindeutigen Aussagen zu den Ursachen von Auffälligkeiten, so dass evtl. weitere Aufnahmen von der Innenseite notwendig werden könnten.

Üblicher Ablauf einer Thermografie

  • Nach Beauftragung erfolgt eine gemeinsame Besichtigung des Objekts mit dem Eigentümer/Auftraggeber und die Erfassung der notwendigen Daten für eine sinnvolle Auswertung der IR-Aufnahmen (Angaben zu Haus, Heiztechnik, Energieverbrauch). Klären der Zugängigkeit am frühen Morgen von außen.

  • Terminvereinbarung wetterabhängig! Vorbereitung durch Eigentümer: 12-stündige Vollbeheizung, geschlossene Fenster, Zugängigkeit sichern, evtl. Information von Nachbarn

  • Thermografieaufnahmen vor Ort incl. Ermittlung der Umgebungsbedingungen (Luftfeuchte, Temperaturen innen und außen, Wettersituation usw.)

  • Auswertung und Erstellung des Berichts

  • Übergabe des Kurzberichts an den Auftraggeber, Erläuterungen und erste Vorschläge für eventuell notwendige Sanierungsmaßnahmen